Samstag, 4. Juni 2016

Baby Plagiator und die Rache des Zeus

Nico Abrell sieht aus wie der typische Lausbub und tatsächlich hat es das Bürschlein auch faustdick hinter den Ohren.
Auf seinem Amazon-Autoren-Profil werden sechs Veröffentlichungen angezeigt. Eine beeindruckende Leistung für einen Realschüler. Man sollte doch eher annehmen, dass ein Junge seines Alters andere Hobbys hat und nicht Wochen und Monate mit dem Schreiben einer Fantasy-Serie verbringt.
Dies sah Nico Abrell wohl ähnlich: Denn er hat eine Abkürzung zum fertigen Roman gefunden. Er baut Patchwork-Bücher. Sein beliebtestes Muster scheint Stefenie Meyer zu liefern, denn gleich mehreren Szenen der Biss-Reihe wird in dem Werk des "Jung-Autors" zu neuem Leben verholfen. Aber auch Texten von Andreas Götz und Josephine Angelini wird die zweifelhafte Ehre zuteil in Berufen: Rache des Zeus Verwendung zu finden.
Aufmerksam auf diesen Baby Plagiator machte uns eine aufmerksame Leserin, die uns über unsere SchreibFair-Seite kontaktierte.
Amazon und die betroffnen Verlage wurden informiert. Und nun lassen wir Bilder sprechen:



Kommentare:

  1. Uff, das nenne ich nun einmal wirklich mehr als dreist.

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  2. Ha, von ihm wurde mir sogar mal ein Reziexemplar angeboten. Na gut dass ich nicht wollte. So eine Dreistigkeit!

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  3. Himmel - Plumper gehts ja kaum noch.

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  4. Ja, da hat Hänschen wohl von Hans gelernt. Schlechte Beispiele verderben gute Sitten. Gut, dass ihr mal wieder jemandem auf die Schliche gekommen seid. Eine solche Dreistigkeit darf sich einfach nicht auszahlen.

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  5. Da wurde aber sehr vieles mit copy paste gemacht. Das ist echt dreist. Jetzt will ich das Buch von Nico Abrell nicht mal mehr näher anschauen.

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  6. Was ich nicht verstehe ist, warum die Bücher immer noch auf Amazon angeboten werden, wenn das schon aufgeflogen ist. Oder ist Amazon das egal?

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    1. Amazon wurde gestern von uns informiert und wir haben heute, am Sonntag (!) eine telefonische Rückmeldung erhalten, dass der Fall der zuständigen Abteilung übergeben wurde, die allerdings nicht am Wochenende arbeitet.
      Inzwischen hat unser "Baby Plagiator" alle eBooks, die er über KDP veröffentlicht hat, bei Amazon gelöscht.
      Natürlich hat Amazon trotzdem die Möglichkeit die Buchinhalte selbst auch noch zu prüfen – wozu sie rein rechtlich verpflichtet sind.

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  7. heftig ,Ich hätte nicht gedacht ,dass schon in so jungen Jahren abgekupfert wird.

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  8. Ich kanns eigentlich immer kaum fassen das Menschen so dreist sein können ....

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  9. Jetzt mal ganz ehrlich der Typ macht sich ja beinahe mehr Arbeikt mit seinen Plagiaten als wenn er selber schreiben würde...

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  10. Ich hoffe, dass es mit dem Löschen der Bücher nicht getan ist. Rechtliche Schritte vonseiten der Zuständigen und Betroffenen wären absolut legitim und vor allem sinnvoll. Das Urheberrecht ist schließlich kein Kindergeburtstag.

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  11. Auf Lovelybooks gibt es den Bengel noch. http://www.lovelybooks.de/autor/Nico-Abrell/Berufen-1158125728-w/
    Dem gehört nicht nur der Popo versohlt.

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  12. https://www.youtube.com/watch?v=vzLDNHfcgWc schaut mal hier, ein interview mit ihm.

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  13. Und immer wieder fällt ein schlechtes Licht auf die Self Publishing Szene. Himmel! Irgendwann wird jeder, der im Selbstverlag veröffentlicht, scharf angesehen. Das find ich so schade! :(

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